Orchestergeschichte

1968 als Kammerorchester gegründet, entwickelte sich das ASO München bald zu einem großen Sinfonieorchester, das seit über 40 Jahren einen festen Platz im Musikleben Münchens und Oberbayerns einnimmt. Schwerpunkt seiner musikalischen Arbeit ist das klassisch-romantische Repertoire; aber auch Werke der Moderne stehen regelmäßig auf dem Programm – von Mahler und Strauss bis Strawinsky, von Bartók bis Schostakowitsch.

Dreimal hat das ASO den alle vier Jahre vom Deutschen Musikrat ausgerichteten Bundeswettbewerb für nichtprofessionelle Orchester bereits gewonnen und sich damit auch überregional einen hervorragenden Ruf als „bestes Laienorchester Deutschlands” erworben. 1997 erhielt das Orchester für seine Verdienste den Kulturpreis der Bayerischen Volksstiftung.

Entscheidend geprägt wurde das ASO München durch die jahrzehntelange kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Gründungsdirigenten Heinz Große Boymann, der seit 2008 Ehrendirigent des Orchesters ist. Nach einer zweijährigen Arbeitsphase mit dem jungen argentinischen Dirigenten Emiliano Greizerstein hat das Orchester im November 2010 Nazanin Aghakhani zur neuen Chefdirigentin gewählt. Sie will sich in ihrer Programmgestaltung insbesondere auch für die Aufführung zeitgenössischer Kompositionen einsetzen.

Seit 1978 arbeitet das ASO München eng mit dem Philharmonischen Chor Fürstenfeld zusammen und hat seitdem über seine regelmäßigen Auftritte im Herkulessaal der Residenz hinaus mit jährlichen Konzerten in den Klosterbasiliken von Fürstenfeldbruck und Benediktbeuern die großen Oratorien und Requien von Verdi, Brahms, Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Mozart, Puccini, Fauré u.v.m. zur Aufführung gebracht. Höhepunkt der Zusammenarbeit waren die szenischen Opernprojekte. Mitte der 70er Jahre entstanden die ersten Inszenierungen von „Nozze di Figaro”, „Die Zauberflöte”, „Don Pasquale” und „Der Freischütz”, mit denen Orchester und Chor, damals noch mit Behelfskulissen, in verschiedenen Turn- und Mehrzweckhallen in der Umgebung Münchens gastierten. 1993 weihte das ASO mit einer opulent ausgestatteten Aufführung von Verdis „Aida” die Stadthalle Germering ein und führte dort bis 2003 „Die Fledermaus”, „Carmen”, „Un ballo in maschera”, „Die verkaufte Braut” sowie Hans Possegas „Der Brentan” (Uraufführung) auf. 2006 folgte „Cavalleria rusticana/Bajazzo” in der neuerbauten Stadthalle von Fürstenfeldbruck. Das nächste Opernprojekt ist für 2012 geplant.

Für seine sinfonischen Programme engagiert das ASO München bevorzugt junge Nachwuchssolisten. Es bedeutete jedoch eine besondere Auszeichnung für das Orchester, dass es in den langen Jahren seiner Konzerttätigkeit immer wieder auch namhafte Solisten gewinnen konnte, darunter u.a. Hermann Prey, Israela Margalit, Nicolas Economou, Hans Sotin, Miriam Gauci, Angela-Maria Blasi, Jan-Hendrik Rootering, Wolfgang Brendel, Fabio Armiliato, Judith Beckmann, Marylin Schmiege, Florian Uhlig oder Benjamin Moser. Mehrere CD-Einspielungen dokumentieren das umfangreiche und vielseitige Repertoire des Orchesters. Das Repertoire aller vom Orchester aufgeführten Werke belegt, dass das ASO München nahezu die gesamte im heutigen Konzertbetrieb gängige Literatur gespielt hat.